Marina Wendtorf Hafentest 2013
Testbericht & persönliche Erfahrungen im Sportboothafen "Marina Wendtorf" an der Ostsee
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Marina Wendtorf Hafentest 2013

Sportboothafen Marina Wendtorf
Getestet am: 2013-05-18

Unser Test der Marina Wendtorf aus der Saison 2012 stand gleich zu Beginn der Saison 2013 auf unserer Agenda.  Wir erhielten viel Zuspruch, aber auch Kritik für unseren Testbericht, der aus unseren persönlichen Erfahrungen im Juni 2012 und Gesprächen mit Liegeplatzbesitzern heraus entstand. Da der Erfahrungsbericht die Gemüter auf beiden Seiten der Gemeinschaft aus Nutzern und Betreibern etwas erhitzt hat haben wir den Yachthafen im Mai 2013 erneut besucht, um für die laufende Saison den aktuellen Stand darzustellen.

Stege ausgebessert, aber an vielen Stellen noch marode

Die Beplankung der Steganlagen wurde mittlerweile punktuell ausgetauscht. Trotzdem gibt es noch zahlreiche marode Stellen, die in dieser Saison zu einer Gefahr werden könnten.  Es gibt viele Stolperfallen und es stehen  Nägel heraus, an denen sich vor allem Kinder leicht verletzen können. Viele Bretter sind locker und einige davon sollten besser noch während der Saison ausgetauscht werden.

Aus einigen Betonpfeilern ragt noch immer Bewehrungsstahl heraus, der für Yachten mit niedrigen Badeplattformen beim rückwärts Liegen eine potentielle Gefahr darstellt.

Beim Einfahren in den Hafen ist noch immer Vorsicht geboten

Wie auch bei unserem letzten Test erwies sich die Hafeneinfahrt als tückisch. Schiffe mit viel Tiefgang müssen hier vorsichtig navigieren, sich möglichst mittig halten und besonders auf die - nachts  teils unbeleuchteten - Pfähle achten, die auf Versandungen und Untiefen hinweisen.

Die Anlage wirkt fade und die umliegende Infrastruktur verfällt weiter

Die gesamte Hafenanlage wirkt fade und heruntergewirtschaftet. Daran ändert auch der schöne Museumshafen mit seiner Aussichtsplattform nichts, der eher bei den Touristen, als bei den Wassersportlern Interesse weckt. Für den Gast- bzw. Dauerlieger sind allerdings andere Dinge wichtig, als eine Aussichtsplattform.

Der Zustand der nicht öffentlichen Sanitäranlagen ist nach wie vor nicht der Beste, aber besser, als an manch anderen Orten.  Alles ist alt, aber zumindest gut gepflegt. Die öffentlichen Sanitäranlagen machten einen deutlich besseren Eindruck, als im letzten Jahr.

Die angrenzende Umgebung ist nach wie vor dem Verfall ausgesetzt und das letzte Restaurant, eine Pizzeria, ist mittlerweile zum nahe gelegenen Campingplatz gezogen. Die einst als Treffpunkt und Einkaufsmöglichkeit geschaffene Ladenzeile, mit dem Namen "Törn", verrottet auf der einen Seite, während die neu gebauten Läden auf der anderen Seite noch immer überwiegend leer stehen. Ein Bäcker, ein Friseurgeschäft sowie eine Fahrradvermietung (die auch für den Minigolfplatz zuständig ist) halten hier die Stellung. Der im letzten Jahr geschlossene "Skippershop", mit Schiffzubehör und Bekleidung, befindet sich jetzt in der Bootslagerhalle.

Günstige Preise und freundliches Personal

Im Vergleich zu anderen Yachthäfen liegt man als Gast- und Dauerlieger in der Marina Wendtorf sehr günstig und man wird mit einem wunderschönen Ausblick auf die Kieler Förde belohnt. Das Personal bemüht sich nicht nur um ein gutes Miteinander und besticht mit Freundlichkeit, sondern setzt sich mit vollem persönlichen Engagement für den Sportboothafen am Naturschutzgebiet Bottsand ein.

Groß angekündigter Startschuss liegt weiter auf Eis

Der NDR berichtete im Oktober 2012, dass die Formalitäten für die seit langem geplante Sanierung der Marina Wendtorf erledigt sind und der Startschuss für einen modernen Yacht- & Sportboothafen mit Ferienhäusern und Flaniermeile schon Ende 2012 hätte fallen können. Bisher ist nichts davon zu sehen. Und das könnte auch noch eine Weile so bleiben. Denn noch ist keinesfalls klar, ob die geplante Ferienanlage mit einem Investitionsvolumen von 70 Mio. Euro wirklich gebaut wird. Rechtliche Hürden könnten den großen Plan von Ostsee-Feriendorf in Wendtorf noch zunichte machen.

Die Interessengemeinschaft Marina Wendtorf, eine Gruppe aus Seglern, Wassersportlern, Bewohnern, Anliegern, Naturschützern und Gästen aus dem gesamten Bundesgebiet, vertritt die Auffassung, dass die Marina als Sportboothafen der Öffentlichkeit gewidmet ist und somit für jedermann ein Zutrittsrecht eingeräumt wurde. Die Gemeinde darf dies laut Bundeswasserstraßengesetz nicht rückgängig machen. Wird das Projekt in seiner geplanten Form umgesetzt, würde dies faktisch einer Privatisierung und dem Ausschluss der Öffentlichkeit führen.

Fazit: Es wurde etwas getan, aber das reicht noch nicht!

Die Sicherheit der Stege wurde in der Marina Wendtorf nach unserem Test in der Saison 2012 zwar verbessert, aber der Verfall ist nach wie vor deutlich zu sehen.  Hier muss wesentlich schneller und durchgreifender saniert werden und auch für das Auge könnte mit einfachen Mitteln viel mehr getan werden. Man merkt deutlich, dass die dänische Investorengruppe "Planet-Haus", aber auch die Gemeinde, mit dem Investieren z. Zt. sehr zögerlich sind.

Seit 2008 wurde vieles angekündigt, aber bisher ist nicht viel davon passiert. Wenn schon der Betreiber selbst den Hafen als heruntergewirtschaftet bezeichnet, bestätigt das unseren persönlichen Eindruck aus dem letzten Jahr sowie den Unmut von Anliegern und Gästen. Wir sind gespannt wann sich dieser Zustand ändert.

Details Marina Wendtorf mit Fotos, Infos zur Ansteuerung etc.

 


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Kommentare zu diesem Hafen:

Sehr schlecht,kann man nur abraten.Sehr schlechter Zustand,für ältere Skipper nicht zu empfehlen Personal kümmert sich nicht,hat ein Vorteil,man braucht als Gastlieger nicht bezahlen.Leider sind die Grünanlagen verkommen,die Anlage wird leider nicht gereinigt noch kontrolliert.Bei Sturm wurde früher Kontrolle gemacht.Wir wollten als Gastlieger anlegen ,beim betreten der Steganlage von meiner Frau kämmen ihr die Bretter entgegen,sind dann nach Laboe Gefahren.

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